GoMet®

Zur Verhinderung von Korrosion und Geruch im Abwasserkanal

Das Problem

Durch bakterielle Umsetzung von schwefelhaltigen Verbindungen kommt es im Abwasser zur Bildung von Schwefelwasserstoff. Dieses hochtoxische und übelriechende Gas tritt aus dem Abwasser besonders an Pumpwerken und an Übergängen von Druckleitungen in Freispiegelleitungen aus und führt dort einerseits zu Geruchsbelästigungen oder Gesundheitsgefährdungen sowie andererseits zur sog. biogenen Schwefelsäurekorrosion. Hierbei wird der Schwefelwasserstoff unter Anwesenheit von Luftsauerstoff an den Kanalwandungen chemisch/biologisch zunächst zu elementarem Schwefel und anschließend durch Mikroorganismen zu Sulfat bzw. Schwefelsäure oxidiert. Diese Schwefelsäure führt zur Korrosion an Betonbauwerken und Metalleinbauten z. B. in Abwasserpumpwerken. Hohe Sanie­rungs­kosten, häufig bereits nach wenigen Betriebsjahren, sind die Konsequenz.

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Die Lösung

Mit dem GoMet®-Verfahren bietet die HeGo Biotec GmbH eine Lösung für die bedarfsgerechte Dosierung von Behandlungschemikalien für das Abwasserkanalnetz an. Das GoMet®-Verfahren beinhaltet neben einem H2S-Datenlogger sowie einer Mikroprozessor basierten Dosiersteuerung mit Mobilfunkanbindung eine Internet-Plattform zur Visualisierung der Messwerte und Dosier­anlagen­steuerung ebenso doppelwandige Produktlagertanks. Für die Vermeidung von Geruch und Korrosion werden bevorzugt anorganische Nitrat-Lösungen eingesetzt. Durch die Dosierung von Nitraten gelingt es, anoxische Milieubedingungen im Abwasser einzustellen und die mikrobielle Schwefelwasserstoff­produktion direkt zu verhindern.

Der H2S-Datenlogger

Bei dem Schwefelwasserstoff-Datenlogger OCC-910 handelt es sich um ein tragbares Messgerät zur Ermittlung, Aufzeichnung und Übertragung der H2S-Konzentration in Gasen. Die Bauform und ATEX- Konformität erlauben den Einsatz im Kanalsystem ebenso wie die einfache Raumüberwachung. Das Gerät misst in frei wählbaren Intervallen die H2S-Konzentration in Gasen. Die Daten werden intern zwischen­gespeichert und über GPRS-Funktechnologie zum Server übertragen.

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Die Dosiersteuerung GoMUC

Diese Dosiersteuerung ist eine stationäre Prozesseinheit zur Erfassung, Aufzeichnung und Übertragung von analogen und/oder digitalen Signalen. Die Ausgänge sind frei konfigurierbar und erlauben sowohl die einfache Ansteu­erung von Dosierpumpen als auch die intelligente sensorgestützte Dosiermengenregelung.

14 MUC Dosiersteuerung

Die GoMet®-Dosieranlage

Bei der OCC-920 Lager- und Dosiereinheit handelt es sich um einen nach § 19 WHG zugelassenen doppelwandigen Container mit einem Fassungsvermögen von 1.000 l, einer verschließbaren Dosier­einheit und einem abnehmbaren Schutzdeckel. Konzipiert ist die OCC-920 Lager- und Dosiereinheit speziell zur Außenaufstellung für die Lagerung und Dosierung von Chemikalien. Die Auslieferung erfolgt weitestgehend betriebsbereit. Vor Ort sind nur die Sicherstellung eines elektrischen Anschlusses und die Verlegung der Dosierleitung erforderlich.

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GoMetDos1000

GoMetDos1000-2

GoMetDos1000-3

GoMetDos2000

GoMetDosSolar

Zusammenfassung

Durch den Einsatz des GoMet®-Verfahrens entfallen für den Anwender Besuchsfahrten zu den H2S-Datenloggern und den Dosierstationen, was insbesondere unter dem Aspekt der in vielen Abwasser­zweckverbänden vorherrschenden Personalknappheit von wesentlichem Vorteil ist. Insgesamt hat die HeGo Biotec GmbH mit dem GoMet®-Verfahren eine sowohl ökonomisch als auch ökologisch zweck­mäßige Variante zur Bekämpfung von Geruch und Korrosion im Abwasserkanalnetz entwickelt.

Die Vorteile des GoMet®-Verfahrens im Überblick

  • zuverlässiges und bewährtes Verfahren zur Verhinderung von Geruch und Korrosion
  • benutzerfreundliche Bedienung über das Internet
  • wirtschaftlich und äußerst betriebssicher
  • Lager- und Dosiertechnik in WHG-konformer Ausführung
  • sehr sparsamer Verbrauch der Nitrat-Produkte
  • Verfügbarkeit der Daten und Steuerung in Echtzeit
  • umfassende Kundenbetreuung und kompletter Anlagenservice