FerroSorp® AW

Eisenhydroxid basiertes Filtergranulat für die weitergehende Phosphatelimination in Kleinkläranlagen

Das Problem

Phosphatverbindungen aus kommunalen Abwässern begünstigen auf Grund ihrer düngenden Wirkung das Algenwachstum in Gewässern und wirken daher eutrophierend. Das Abwasser von Grundstücken, die nicht an eine öffentliche Abwasserbehandlungsanlage angeschlossen sind, muss in einer mechanisch-vollbiologischen Kleinkläranlage gereinigt werden, bevor es in ein Gewässer eingeleitet oder versickert werden kann. Als notifiziertes Prüfinstitut legt das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) als Zulassungsgrundsatz einer weitergehenden Phosphoreliminierung (Reinigungsklasse “+P”) für Kleinkläranlagen einen Ablaufwert von c ≤ 2 mg P/l fest. Derzeit verfügen aber die wenigsten dezentralen Kleinkläranlagen über eine zusätzliche Phosphoreliminationsstufe, um diese Konzentration im häuslichen Abwasser zu gewährleisten.

Die Lösung

Unser Produkt FerroSorp® AW kann als effiziente, kostengünstige und leicht nachrüstbare Lösung für die weitergehende Phosphorelimination im Rahmen der Abwasserbehandlung eingesetzt werden. Durch den Einsatz vom FerroSorp® AW ist nicht nur eine Minimierung der gewässerbelastenden Phosphoreinträge gegeben, sondern auch die Möglichkeit, den Phosphor zurückzugewinnen, der Land­wirt­schaft erneut verfügbar zu machen und somit den natürlichen Phosphor-Stoffkreislauf zu schließen.

Das Verfahren

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Die gelöst vorliegenden Phosphat-Ionen aus mechanisch und biologisch vorbehandelten Abwasser werden zunächst adsorptiv an die FerroSorp® AW-Oberfläche gebunden und aus dem Abwasser entfernt. Durch eine anschließende chemische Regeneration des Filtergranulats kann einerseits die Adsorptionskapazität aufrechterhalten und andererseits das adsorbierte Phosphat zurückgewonnen werden. Das Phosphat-Recyclingprodukt kann als möglicher pflanzenverfügbarer Ersatzdünger oder als Sekundär­rohstoff für die Düngemittelindustrie genutzt werden.

Überblick

Mit dem Produkt FerroSorp® AW kann der im Ablauf von Kleinkläranlagen vorhandene Phosphor vollständig entfernt und in gleicher Weise als Gewässergefährdung ausgeschlossen werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das Phosphat zu recyceln und der Nutzung in der Landwirtschaft verfügbar zu machen. Die Anwendung von FerroSorp® AW stellt dabei eine Möglichkeit dar, Ressourcen und Umwelt nachhaltig zu schonen. Die Phosphor-Adsorptionskapazität von FerroSorp® AW ist von den Abwasserparametern und den Randbedingungen der jeweiligen Anlage abhängig. Nach Ermittlung der verfahrenstechnischen Randbedingungen können die optimalen Betriebsbedingungen für die technologische Umsetzung abgeleitet werden.

Anwendungsbeispiele

Ein besonderer Vorzug des Verfahrens ist, dass unabhängig von der jeweils in der Kleinkläranlage angewendeten Technologie (SBR-Anlage, Belebtschlammanlagen, Festbettanlage, MBR-Anlagen, Tropfkörperanlage, etc.) aus biologisch gereinigten Abwässern Phosphat entfernt werden kann. Aus gegenwärtiger Sicht kann FerroSorp® AW bei folgenden Einsatzfällen vorteilhaft verwendet werden:

  • weitergehende Phosphat-Elimination im Ablauf von Kleinkläranlagen
  • Abwasserbehandlungsanlagen von Tank- und Raststätten
  • Aquaristik, Schwimm- und Gartenteiche
  • Regenwasserabfluss von Straßen

Die Vorteile im Überblick

  • hohe Reinigungsleistung bei geringen Kosten
  • leicht nachrüstbare Lösung für die weitergehende Phosphorelimination
  • kein Chemikalieneinsatz direkt im  Abwasser
  • keine zusätzliche Schlammproduktion
  • Regenerierung des Filtergranulats zur Aufrechterhaltung der Adsorptionskapazität
  • Möglichkeit der Rückgewinnung des Phosphors und anschließender Einsatz als Sekundärrohstoff für die Düngemittelproduktion
  • problemlose und kostengünstige Entsorgung des verbrauchten Adsorbens durch eine Rücknahmegarantie des Lieferanten