GoSorp® N

Molekularporöses Naturprodukt mit großer biologisch verfügbarer Oberfläche u. a. zur Aufnahme und Speicherung von Ammonium-Ionen

Allgemeines

Die kristallinen Alumosilikate, welche auch als Molekularsiebe bezeichnet werden, kommen in der Natur vor und bestehen aus Kationen (+) und Anionen (-). Während die Anionen eine gitterartige Struktur einnehmen, liegen die Kationen (v. a. Ca2+, K+ und Mg2+; in der Formel mit „M“ wiedergegeben) in gelöster Form im Kanalsystem der Gitterstruktur vor.

GoSorp® N entstammt einer Gruppe von Mineralien mit der allgemeinen Strukturformel:

Mx/n[(AlO2)x(SiO2)y]·z H2(mit n = Ladung von M, meist 1 oder 2)

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 Ionenaustauschfähigkeit

  • Die Ionenaustauschkapazität wird durch die riesige innere Oberfläche von mehr als 500 m2/cm3 gekennzeichnet. Die freien, in der Gitterstruktur eingelagerten Kationen wie Ca2+, K+ und Mg2+ werden gegen solche aus dem umgebenden Medium ausgetauscht. Die Einlagerung von Kationen erfolgt selektiv in der Reihenfolge: NH4+ > K+ >Mg2+ > Ca2+

Van-der-Waals-Kraft bzw. Oberflächenadhäsion

  • Aufgrund des chemischen Strukturaufbaus ergibt sich eine große äußere Oberfläche von mehr als 40 m2/cm3. Diese große Oberfläche ist aufgrund o. g. Eigenschaften leicht verfügbar und stellt somit ideale Besiedelungsfläche für Bakterien und andere Mikroorganismen dar. Zudem können bestimmte den biologischen Prozess hemmende Stoffe an GoSorp® N angelagert werden und ent­las­ten somit die Biologie

Problemstellung

Besonders in Biogasanlagen, die große Mengen eiweißhaltiger Substrate zuführen, entsteht das Problem, dass die Ammoniumkonzentration (NH4+) stark ansteigt. Mit steigendem pH-Wert geht das Ammonium immer mehr in die Gasphase über und es entsteht hochgiftiges Ammoniak (NH3), das sich toxisch auf die Bakterienpopulation auswirkt. Neben den damit verbundenen gefährlichen Emis­sio­nen ist auch zu beachten, dass der hochwichtige düngewirksame Ammonium-Stickstoff dabei für eine eventuelle spätere Ausbringung auf die Ackerflächen verloren geht.

Lösung

GoSorp® N ist durch seine günstige Gitterstruktur in der Lage, das Ammonium mittels Ionentausch reversibel zu binden, sodass bei einer späteren Ausbringung des Gärrestes auf Ackerflächen der Stickstoff pflanzenverfügbar bleibt, es in der Biovergärungsanlage aber nicht zu einer Schadwirkung kommen kann. Mikronährstoffe bleiben von der Ionenaustauschwirkung unberührt, da die Selektivität von GoSorp® N für NH4+ sehr viel größer ist. GoSorp® N bewirkt zusätzlich eine Strukturverbesserung im Fermenterraum und bietet mit seiner außerordentlich großen Oberfläche festen Siedlungsraum und ideale Lebensbedingungen für Mikroorganismen. Durch die Wahl der geeigneten Partikelgröße kommt es in einem vollständig durchmischten Behälter zu keinerlei Sedi­ment­bil­dung.

Anwendung

Die Zugabe von GoSorp® N kann in Biovergärungsanlagen problemlos gemeinsam mit der Aufgabe von Gärsubstrat in der Annahmestation erfolgen. GoSorp® N ist nicht wassergefährdend. Es existieren in Bezug auf die Handhabung und Lagerung von GoSorp® N keine speziellen Vorschriften (siehe Sicher­heits­da­ten­blatt). Das Produkt ist wasser­unlöslich und thermisch stabil sowie säure- und laugenbeständig.

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GoSorp® N entspricht dem EU-Tierfuttermittelgesetz und ist gemäß der EG-Verordnung (Nr.1810/2005, Tier­fut­ter­zusatzstoff) als Fließhilfsstoff, Bindemittel und Gerinnungshilfsstoff eingestuft. Somit kann GoSorp® N bereits dem Tierfutter beigemischt werden und über diesen Weg in die Biogasanlage gelangen.

Lieferbare Produkte

< 50 µm< 200 µm
Sackware 25 kg palettiert zu 1.000 kgSackware 25 kg palettiert zu 1.000 kg
Bigbag 1.000 kg Bigbag 1.000 kg

Die Vorteile im Überblick

  • hocheffektiver Ionentauscher zur Bindung eines Ammonium (NH4+) -Überschusses in Bio­ver­gä­rungs­an­la­gen→ Einsparung von Mineraldünger durch geringere Ammoniakverluste bei Aus­brin­gung
  • Verminderung/Beseitigung des für Mikroorganismen schädlichen Ammoniakgases im Fermenter
  • die große Oberfläche bietet eine ideale Aufwuchsfläche für Mikroorganismen
  • Verbesserung der Düngequalität des Gärrestes durch hohe Stickstoffverfügbarkeit für Pflanzen
  • Reduktion der Geruchsbelästigung durch Ammoniak
  • Strukturverbesserung des Gärsubstrats im Fermenter (verbesserte Viskosität)
  • Stabilisierung des Gärprozesses
  • keine Sedimentationseffekte, einfache Dosierung