FerroSorp® GW

Eisenhydroxid basierte Adsorbermaterialien für die Gewässersanierung und -restaurierung

Allgemeines

Die Eutrophierung von Seen stellt weltweit eines der häufigsten Gewässergüteprobleme dar. Die mit der Eutro­phierung einhergehenden Nutzungseinschränkungen, z. B. bezüglich der Trinkwasser­gewin­nung, der Fischzucht oder eines Badebetriebes, führen vielfach zu Bemühungen um eine Verbes­serung der Trophiesituation. Als Hauptursache für die Eutrophierung von Gewässern gilt eine über­mä­ßige Verfügbarkeit von Phosphor im Wasserkörper und in den Sedimenten, die zu einer gesteigerten pflanzlichen Produktion führt. Phosphor stellt jedoch ebenfalls den limitierenden Faktor für eine Eutrophierung dar, d. h. durch eine gezielte Absenkung der Konzentration an pflanzen­verfüg­barem Phosphor lässt sich die Eutrophierung wirksam bekämpfen. Eine sehr effektive Möglichkeit hierzu besteht in der Festlegung von Phosphor an der Oberfläche von Eisenhydroxid­partikeln. Um den unterschiedlichen Anforderungen hinsichtlich der Behandlungstechnologie gerecht zu werden, wurde eine Palette an Produkten unter der Bezeichnung FerroSorp® GW entwickelt, mit denen sich sowohl in situ- als auch ex situ-Maßnahmen zur Phosphatelimination realisieren lassen.

Wirkungsweise

In Wasser gelöst vorliegende Phosphat-Ionen werden in einem ersten Schritt adsorptiv an die FerroSorp® GW-Oberfläche gebunden. In einer nachfolgenden Reaktion erfolgt die Umwandlung zu stabilem Eisenphosphat gemäß nachfolgender Reaktionsgleichung:

ferrosorpgwreaktionsgleichung (2)

Die Produktpalette

FerroSorp® GW ist in den folgenden Standardkornbereichen erhältlich:

11 Pb FerroSorp GW

Einsatzgebiete

Abhängig vom Kornbereich können folgende Einsatzfälle für FerroSorp® GW empfohlen
werden:

  • Körnung 0-0,5 mm und Flüssigprodukt: in situ-Behandlung eines Gewässers
  • Körnung 0,5-2 mm: Einsatz in Schnellfiltern auf dem Gewässer schwimmend bzw. stationär am Ufer
  • Körnung 2-4 mm: Dieses Produkt ist in speziellen Filtersäcken erhältlich, mit denen z. B. im
    Zulauf zu Gewässern eine Nährstofffalle errichtet werden kann

Der Einsatz von FerroSorp® GW in einer Seewasserfilteranlage hier

Beispiele für Einsatzvarianten

ferrosorpgweinsatzmoeglichkeiten (2)

Die Vorteile im Überblick

  • hohe Wirksamkeit bei gleichzeitig geringen Kosten
  • hohe Beladungsraten durch eine hochporöse Oberfläche

Im Vergleich mit Eisen-oder Aluminiumsalzlösungen:

  • keine pH-Wert-Veränderung im behandelten Wasser
  • kein Eintrag von Anionen in das Gewässer
  • kein Gefahrstoff, somit problemlose Lagerung und Handhabung