Dualflockung

Optimierung der Wasserreinigung durch Dualflockung

Allgemeines

Der Einsatz anionischer polymerer Flockungsmittel für die Reinigung des Waschwassers in der Kies- und Sandwäsche ist in den letzten Jahren zum Stand der Technik geworden. Dabei hängt die Betriebs­sicherheit des Abscheideprozesses und die Qualität der Klarwasserphase von den Eigenschaften des Rohmaterials sowie der Wassertemperatur ab. Häufig kommt es mit sinkenden Umgebungstem­pe­ra­turen zu einer merklichen Verschlechterung der Abtrennleistung. Der sichere Betrieb der Wasserreinigung kann dann nur durch deutlich höhere Polymerdosiermengen sichergestellt werden.

Das Problem

Auf der Oberfläche der suspendierten Partikel sind positive und negative Ladungen verteilt. Die Gesamtladung der Teilchen resultiert aus der größeren Anzahl der positiven Punktladungen. Je geringer dieser Überschuss an positiven Oberflächenladungen ist, um so schwächer ist die Reaktion zwischen den suspendierten Partikeln und den entgegengesetzt geladenen Polymermolekülen. Feinstpartikel reagieren daher nur schwer mit den wesentlich größeren Flockungshilfsmittelketten und verbleiben als Resttrübung im Klarwasser.

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Die Lösung

Bei dem organischen Koagulationsmittel GoFloc® C 592-1 handelt es sich um eine spezielle Eigen­ent­wicklung der HeGo Biotec GmbH für den Einsatz in Sand- und Kieswerken. In einer sofort einsatz­fähigen Lösung sind kurzkettige, hochkationisch geladene Polymere enthalten, die mit den negativen Teilladungen auf der Trübstoffoberfläche reagieren. Dadurch wird auf den suspendierten Teilchen eine definiertere Ladung erzeugt die bewirkt, dass nach Zugabe eines anionischen Flockungs­mittels eine rasche und vollständige Flockung einsetzt (vgl. Abb. 1).

Dosierung von GoFloc® C 592-1
Die Dosierstelle für das organische Koagulationsmittel GoFloc® C 592-1 sollte hinter der Be­schi­ckungs­­pumpe für das Eindickaggregat liegen. Dabei ist auf eine ausrei­chende Reaktions­strecke zwischen der Do­sierstelle für GoFloc® C 592-1 und der Zugabe des anionischen Flockungshilfs­mittels zu ach­ten. Besonders bewährt hat sich dabei eine Kombination von GoFloc® C 592-1 mit GoFloc® A 515.

Einsatzbeispiel

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Die Vorteile im Überblick

  • sofort einsatzfähige, niedrigviskose Lösung
  • Dosierung mit Exzenterschnecken- oder Membranpumpen möglich
  • deutlich verbesserte Qualität der Klarwasserphase
  • eine kontrollierte Flockenbildung erlaubt die gezielte Einflussnahme auf die Sedimentationsgeschwindigkeit und die Packungsdichte des geflockten Schlamms
  • höhere Betriebssicherheit sichert geringere Ausfallzeiten
  • Verringerung der Möglichkeit der Überdosierung mit anionischem Flockungsmittel
  • gleichzeitige Reduzierung der Dosiermenge des anionischen Flockungsmittels